Ein paar Tage an der Nordsee

Watt

Die letzten zwei Wochen hatte der Mann Urlaub. Eine Woche davon haben wir unsere Koffer gepackt und uns auf die Socken Richtung Nordsee gemacht. In Tossens waren wir. Ein kleiner Ort, der hauptsächlich durch den ansässigen Center Parcs bekannt ist. Tossens gehört zur Gemeinde Budjadingen – das sagt den meisten schon eher was. Wir waren dort im letzten Herbst schon für ein paar Tage und uns hat es gut gefallen. Für Familien mit (kleinen) Kindern ist für jede Menge Bespaßung gesorgt. Und auch bei Schiettwetter gibt es Möglichkeiten was zu unternehmen.

DeichDieses Mal haben wir in einem Ferienhaus gewohnt, das nicht zu Center Parcs gehört. Ferienhaus finde ich ja immer sehr schön. Man ist für sich und braucht sich an keine Essenszeiten halten. Aber was wir alles mitnehmen mussten! Das Auto war randvoll mit Krams. Bettwäsche für uns und die Kinder, Handtücher und dann der ganze andere Klimbim für z.B. die Küche. Gewürze, Öl, Spüli, Kaffee, andere Getränke und und und. Da wir selber kochen wollten und vor Ort nur die frischen Sachen gekauft haben, hatten wir einiges an Gepäck dabei. Der Mann ist zum Glück Profi im Kofferraum-Tetris.

Bei unserer Ankunft am Montag herrschte strahlender Sonnenschein.

Nordsee
Damit haben wir gar nicht unbedingt gerechnet. So Mitte Oktober waren unsere Koffer hauptsächlich mit regenfester Kleidung gefüllt. Aber Petrus war unser Freund. Nachdem wir unser Haus bezogen hatten, mussten wir ersteinmal ans Meer. Haaach… Das ist dann sofort richtiges Urlaubsfeeling. Ich mag das Meer. Sehr! Direkt an der Promenade ist ein großer Spielplatz, den die Mädels ausgiebig erkundet haben.

SpielplatzAm Dienstag war Petrus auch wieder lieb und es regnete nicht. Wir tingelten zu Fuß etwas durch den Ort – von Spielplatz zu Spielplatz. Davon gibt es dort jeeede Menge. An jeder Ecke. Bei der Touristen-Information machten wir uns ein bisschen schlau über verschiede Ausflugsziele. Es sollte ja keine Langeweile aufkommen 😉 Nachmittags sind wir zur Nordseelagune gefahren. Das ist ein weltweit einziger, tideunabhängige Meerwasser-Badesee. Dass man nicht nicht mehr baden kann, war uns schon klar. Aber leider (logischerweise) ist das ganze Gelände umzäunt weil es normalerweise Eintritt kostet. So konnten wir nicht einmal ein bisschen luschern. Schade.

SchaukelnAm Mittwoch ging´s für uns rein in die Gummistiefel und ab ins Watt. Yeah! Matsch! Wir Dussel haben die Schaufel und Eimer für die Mädels zum Buddeln im Ferienhaus vergessen. Dann wurde eben anderen Kindern beim Buddeln zugeguckt…

WattSpäter sind wir zum „Erlebnisbauernhof Iggewarden“ gefahren. Dort konnten wir Schafe, (dicke) Hängebauchschweine und ein Pony mit Brot füttern und Friesengolf spielen.

Hängebauchschwein
Friesengolf hat der nette Bauer sich ausgedacht und wirbt damit, dass es weltweit das Einzige  ist.

FriesengolfIm Prinzip ist es wie Minigolf. Es gibt eine große Wiese mit verschiedenen Bahnen und Hinternissen. Am Ende ist immer ein Loch. In dieses Loch muss der Ball landen. Den Ball wiederum spielt man mit Schlägern, an denen ein Gummistiefel befestigt ist. Das hat echt Spaß gemacht. Die Mädels mussten etwas üben aber haben dann mit ihrer ganz eigenen Taktik den Ball bewegt bekommen.

FriesengolfDanach haben wir uns auf den Weg nach Wilhelmshaven gemacht und dort das „Aquarium“ besucht. Hier gibt es verschiedene Fische, Seehunde und Pinguine anzuschauen. Die Mädels fanden die vielen bunten Fische spannend und standen staunend auf den kleinen Stufen vor den Glasscheiben. Wir hatten Glück und haben noch eine Fütterung der Seehunde beobachten können. Für die Kinder finde ich toll, dass sie diese Tiere sehen, erleben und kennenlernen können. Aber mir tun sie immer leid. Eingesperrt und mit so wenig Platz…

Aquarium WilhelmshavenViel Platz hingegen hatten ein paar wenige Wespen in unser Ferienbutze. Es hat sich nämlich das ein oder andere Wespentier zu uns verirrt. Sie müssen irgendeine Öffnung gefunden haben und ins Haus geflogen sein. Naja… geflogen ist übertrieben. Die Wespen waren zum Glück schon sehr lahm und träge. Sie krochen nur planlos auf dem Boden rum. Was für uns mit den Kindern aber auch ziemlich bescheiden war. Wir riefen die Hausverwaltung an, die uns erzählte, dass vor kurzem ein Wespennest am Haus war, das aber beseitigt wurde. Es kam sofort jemand vorbei, um sich das Problem anzusehen. Als wir am nächsten Tag einen Ausflug machten, hat der nette Herr von der Hausverwaltung noch einmal das Haus unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass in einem Zwischenraum von Haus und Rolläden ein Rest des Wespennestes war. Und in dem waren noch ein paar Spätzünder-Wespen. Dieser Nestrest wurde auch noch entfernt und dann hatten wir zum Glück eine wespenfreie Restzeit in unserem Häuschen.

NordseeWespenfrei war das Haus wieder. Aber was mich dann fast wahnsinnig gemacht hat: Der Herd! Vielleicht kennt ihr das. Ein (neumodischer) Herd mit Touch-Bedienfeld. Boah… Bin ich froh, dass ich zu Hause normale Drehknubbels habe. Es fing damit an, dass der Herd jedes Mal, wenn man was auf den Herd legt, wild anfängt zu piepen. Wie oft ich Sachen auf dem Herd parke, habe ich da mal gemerkt 😉 Als es dann ans Kochen ging, führte der Herd ein Eigenleben. Es könnte so einfach sein. Platte an. Temperatur hoch. Oder runter. Herdplatte wieder aus. Stattdessen piepsen hier und da und er Herd machte was er wollte, nur nicht das was ICH wollte. Erschwerte Bedingungen dann außerdem mit feuchten Händen. Die hat man beim Kochen ja schnell mal, wenn man etwas abgewaschen hat… Das. war. kein. Spaß!

DSC_0792Am letzten Tag hat es geregnet. Wir haben die Gelegenheit genutzt und das Schwimmbad besucht. Das „Aqua Mundo“ gehört zu Center Parcs, kann aber auch von „normalen Gästen“ besucht werden. Wellenbad, rutschen und rumplantschen. So haben wir den regnerischen Tag gut rumbekommen.

Auf unserer Rückreise haben wir einen kleinen Umweg gemacht und dem Vareler Brauhaus einen Besuch abgestattet.

Hafen Varel
Dieses ist wunderbar am kleinen Hafen gelegen. Das Bier schmeckt lecker. Und leckeres Essen gab es auch. Dank des großes Fischbuffetts – bei dem es aber auch viel Fleisch und Vegetarisches gab – sind wir pappsatt wieder nach Hause gefahren.

Das waren schöne Tage an der Nordsee. Aber jetzt kennen wir Tossens und die Umgebung fürs erste gut genug. Nächstes Mal wird es dann wohl ein anderer Ort für unseren Urlaub. Für Tipps und Empfehlungen bin ich immer zu haben. 🙂

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