Gedöns mit Pfeffermönz… ähm… Pfefferminz

Zitronenmelisse

Und auch Gedöns mit Zitronenmelisse. Das klang aber in der Überschrift nicht so schön.

Beides wächst im Garten zu hauf. Die Zitronenmelisse ist ein super Lückenfüller. Wuchert neuerdings wie wild. Von ganz alleine. Ich habe keine Melisse eingepflanzt. Sie ist einfach da und vermehrt sich ziemlich schnell. Und sie hat Glück, dass Kaninchen sie offensichtlich nicht mögen. Wir haben Glück, dass die kahlen, unbepflanzten Ecken von ganz alleine grün und voll werden. Und dabei noch wunderbar riechen. Die Pfefferminze ist nicht ganz so präsent, versteckt sich hier und da zwischen der Zitronenmelisse.

Zitronenmelisse Wenn wir beides schon im Garten haben, muss ich damit auch etwas anstellen.

Für ein leckeres und frisches Getränk gebe ich einfach ein paar Blätter mit in mein Wasser. Das schmeckt mit kaltem und auch mit heißem Wasser. Damit ich auch später noch Tee davon trinken kann, habe ich einige Blätter getrocknet. Ich habe dafür Zitronenmelisse- und Pfefferminzblätter gemischt, gewaschen und gut abgetrocknet. Danach auf einem Geschirrhandtuch an einen sonnigen Platz gelegt. Aber zu sonnig sollte er nicht sein – also z.B. keine Fensterbank. Das war für mich die Aufgabe des Tages. Einen sonnigen Platz zu finden, an den weder Katze noch Kleinkinder rankommen. Aber ich habe einen Platz auf einem Schrank gefunden. Dort trockneten die Kräuter so eine Woche lang vor sich hin, bis ich sie anschließend in Gläser geschüttet habe.

Zitronenmelisse TeeAber was kann die Pfefferminze und die Zitronenmelisse noch?

Ich habe da ja immernoch die Eismaschine. Also: Pfefferminzeis. Besser noch: After-Eight-Eis.

Hier kommt das Rezept für das Eis.
Zutaten:
3 Eier
80 g Zucker
150 ml Milch
80 g Creme fraiche
8 Minzblätter
8 Tafeln After Eight
evtl. grüne Lebensmittelfarbe

Zuerst die Eier und den Zucker cremig rühren. Danach die Milch zusammen mit der Creme fraiche erhitzen und die Ei-Zucker-Masse unter Rühren dazugeben und bei geringer Hitze köcheln lassen. Zwischendurch umrühren, bis es dicker geworden ist. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Minze dazugeben. Das Ganze lasst ihr dann mindestens 2 Stunden ruhen, damit die Minze ordentlich durchziehen kann. Ich habe sie über Nacht stehen lassen. Zum Schluss die Minzblätter wieder entfernen und die Masse in die Eismaschine geben. Das hat bei mir und meiner Maschine ca. 30 Minuten gedauert. Kurz bevor das Eis fertig ist, gebt ihr noch die klein geschnittenen Schoko-Blättchen dazu. Und wenn ihr mögt und das Eis etwas grüner haben wollt, gebt ihr noch ein paar Tropfen grüne Lebensmittelfarbe dazu.

After Eight EisDer Geschmack der eigenen Minze wurde von der Schokolade ziemlich übertüncht, aber trotzdem – oder gerade deswegen – hat das Eis unglaublich lecker geschmeckt.

Danach habe ich mich noch an Pfefferminz-Sirup versucht. Der schmeckt super auf Eis. Oder auch einen Schuss zum Trinkwasser dazugeben. Ziemlich lecker auch in selbstgemachten Coktails. Mehr Verwendungsmöglichkeiten sind mir bislang noch nicht eingefallen.

Für den Sirup benötigt man:
eine gute Handvoll Minzblätter
1 Liter Wasser
25 g Zitronensäure
700 g Zucker

PfefferminzsirupIch habe die Zitronensäure mit dem Wasser verrührt und die Minze dazugegeben. Das Ganze dann über Nacht so stehen lassen. Danach aufkochen lassen und die Minzblätter wieder herausnehmen. Dann habe ich den Zucker dazugeben und gewartet, bis dieser sich aufgelöst hat. Damit der Geschmack noch intensiver wird, habe ich das Minzwasser noch 10 Minuten einkochen lassen.

Nur noch so heiß in die Flaschen füllen – und fertig ist der Pfefferminzsirup!

Da ich gerne selbstgemachte Kleinigkeiten mitbringe, wenn ich eingeladen bin, oder auch einfach so verschenke, habe ich für diesen Zweck Zitronenmelissenzucker selbstgemacht. Den kann man super zum Backen verwenden oder ebenfalls zu (kalten oder warmen) Getränken dazugeben.

Für den Zucker benötigt man:
1 Handvoll Zitronenmelissen-Blätter
200 g Zucker

Handvoll ZitronenmelisseIch habe für den Anfang erstmal kleinere Mengen verwendet, um es zu testen. Zuerst stellt man den Backofen auf 50 Grad. Dann die Blätter vom Stiel zupfen, waschen und abtrocknen. Dann gebt ihr den Zucker mit den Blättern in ein Gefäß und mixt diese Mischung. Ich hab das mit einem Pürierstab gemacht – das ging ganz gut. Das ganze dann gleichmäßig auf einem Backblech verteilen. Den Ofen wieder ausschalten und das Backblech mit dem Zucker zum Trocknen hineinschieben. Nach ca. 2 Stunden sollte der Zucker wieder trocken sein. Je nach dem wie fein oder grob ihr den Zucker haben möchtet, könnt ihr diesen nun nocheinmal mixen. Danach einfach in Gläser geben. Finito.

Zitronenmelissenzucker

Ich habe noch viele weitere Rezepte und Ideen im Kopf, aber die merke ich mir mal für das nächste Jahr vor.

6 Kommentare

  1. Das klingt toll! Meine Minze hat den letzten Winter zwar nicht überlebt – aber für’s nächste Jahr ist die wieder fest eingeplant. Genau wie dein Kräuterzucker 😉

    • Minze fühlt sich auf eurem neuen Balkon bestimmt sehr wohl! Der Zucker ist super. Hab grad erst wieder einen Kuchen damit gebacken. Ich brauch schon Nachschub 😉

  2. Hallo Jessica,

    ich finde deinen Blog wirklich hübsch und werde ihn jetzt regelmäßig verfolgen. Die Pfefferminzideen finde ich super klasse, ich hatte mich auch schon gefragt, was ich damit machen kann, wenn ich gerade keine Lust auf Tee oder Cocktails habe. Mach weiter so mit deiner hübschen farbenfrohen Seite.
    Liebe Grüße Kim
    #BloggerKommentierTag

    • Freut mich, dass es dir hier gefällt! Den Zucker kann ich echt empfehlen. Ich benutze den total oft und muss schon Nachschub produzieren 🙂 Liebe Grüße!b

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