Musikgarten

Musikgarten

Seit ein paar Wochen besuche ich mit den Mädels einen Musikgarten. Die Mädels singen und tanzen sehr gerne. Der Mann und ich dachten, sie hätten im Musikgarten bestimmt viel Spaß.

MusikgartenMusikgarten ist eine Art Musikschule für die Kleinsten. Es werden erste, spielerische Erfahrungen mit Musikinstrumenten gemacht und natürlich viel gesungen und getanzt.

Aus Büchern und von meiner Hebamme wusste ich, dass die ungeborenen Babies im Bauch der Mama schon Geräusche wahrnehmen. Mamas Bauch- und Darmgeräusche sind quasi die „Urmusik“.  Aber auch Geräusche von Außen, wie die Stimmen der Eltern und natürlich Musik hören die Ungeborenen schon. Viele Schwangere legen sich aus diesem Grund auch schon die Spieluhr für das Baby auf den dicken Bauch. Die Bremerin Barbara Korn leitet unseren Musikgarten-Kurs und erzählte mir, dass der Musikgarten genau da anknüpft!

Mir kam die Idee mit dem Musikgarten sehr gelegen und ich habe mich gefreut, dass wir einen Platz für beide Kinder bekommen haben. Die Plätze sind nämlich heiß begehrt. Im Herbst und Winter fällt es erstmal etwas schwerer, die Kinder (sinnvoll) zu beschäftigen. Im Sommer waren wir den ganzen Tag draußen. Im Garten oder auf dem Spielplatz. Aber jetzt ist es früh dunkel, kalt und ungemütlich. Auf den Spielplatz gehen wir manchmal zwar trotzdem, aber wenn alles nass und kalt ist, sind die Mädels auch nicht traurig, wenn wir nach einer Stunde wieder nach Hause gehen.

Mit dem Musikgarten ist ein Nachmittag Bespaßung geritzt. In unserem Kurs sind noch 10 andere Kinder. Sie lernen hier die Vielfalt von Musik kennen. Wir singen Lieder in verschiedenen Takten, Sprachen oder auch mal altmodische Lieder. Sie lernen Instrumente wie z.B. Gitarre, Geige oder Akkordeon kennen. Die Kinder dürfen unter anderem mit verschiedenen Rasseln und Klangstäben selber musizieren.

Musikgarten
Wie oben schon erwähnt, wird unser Kurs von Barbara Korn geleitet. Sie und drei weitere Frauen gehören zur Musikschule „Vierteltöne“ in Bremen. Diese bietet verschiedene Musikkurse für jedes Alter an.

Barbara erzählte mir, dass sie schon immer viel Spaß an Musik hatte und zu jeder Gelegenheit Gitarre gespielt hat.

Barbara Korn
Sie hat allerdings nichts mit Musik, sondern Malerei studiert und arbeitet heute noch als Kunsttherapeutin. Den Musikgarten macht sie nebenbei. Das Musizieren mit den Kindern ist für sie ein Ausgleich zu ihrer Arbeit als Kunstherapeutin. In unserem Gespräch erzählte Barbara mir von ihrem musikalischem Traum. Ein Klangraum. In dem jeder singen kann, wie er möchte. Je nach Lust und Laune. Egal ob laut oder leise. Im Kanon. Oder mal gar nicht. Das könnte, gerade mit den kleinen Kindern, ein ordentliches Durcheinander geben… 🙂 Ein weiterer Wunsch von ihr für die nächsten Jahre ist es, mehr Kirchenorgel zu spielen. „Das ist wie Motorrad fahren!“ sagt sie. Ich glaub, das muss ich auch mal testen. 😉

Musikgarten
Musikgarten
Die Mädels freuen sich jede Woche auf den Musikgarten und gehen sehr gerne hin. Am Anfang der Stunde (genaugenommen 3/4 Stunde) werden alle Kinder gesanglich begrüßt. Sie können sich verschiedene Rasseln und Klanghölzer nehmen und damit musizieren wir alle zusammen. Im Oktober/November haben wir viele herbstliche und Laternenlieder gesungen. Nun geht es mit Weihnachtsliedern los. Manchmal singen wir auch Kanon. Das habe ich schon in der Schule gehasst 😉 Ich komm da immer schnell raus wenn alle kreuz und quer singen. Zu manchen Liedern werden Bänder und Tücher geschwungen oder Pferdchen gespielt. Nur Sitzen und Singen ist für die Kleinen auch etwas öde…
Musikgarten10 Musikgarten

Musikgarten

Fazit: Die Kinder haben im Musikgarten viel Spaß. Und man merkt auch, dass es Barbara sehr viel Spaß macht. In unserem Gespräch fiel der schöne Satz von ihr „Musik kommt von der Seele zum Herzen des Anderen“. Ein schönes Abschlusswort.

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