Aktion Kinderreisepässe

Kinderreisepässe

Der Mann und ich möchten gerne mal wieder so richtig Urlaub machen. Am liebsten wegfliegen. In die Sonne. Und Strand und Meer sollten auch dabei sein. Unser letzter Sommerurlaub ist schon ein Weilchen her. Das war vor den Kindern und der Schwangerschaft. Damals waren wir in Portugal und haben mit einem Mietwagen eine Tour an der Algarve gemacht. Es ist wirklich schön da. Die Portugiesen sind ein tolles Volk. Die Landschaft ist ein Traum. Die felsigen Steilküsten, das Mittelmeer und an der anderen Seite der Atlantik. Es stand damals schon fest, dass wir hier noch einmal Urlaub machen. Jedoch machen wir kein zweites Mal den Fehler, im Hochsommer dazusein. Es war schon ziemlich heiß. Deswegen wird es bei unserer nächsten Reise eher Herbst oder Frühling sein. Im Frühling, wenn alles sprießt und anfängt zu blühen, soll es an der Algarve auch ganz fantastisch sein.

Aber warum erzähle ich euch das…
Da wir mit den Zwillingen bislang noch nicht im Ausland unterwegs waren, brauchten wir Kinderreisepässe. Kinderreisepässe bekommt man beim Bürgerbüro seines Vertrauens sofort mit. Sofort heißt in Bremen nach stundenlanger Wartezeit. Gerade zur Urlaubs- und Sommerferienzeit braucht man nicht auf die Idee kommen, beim Bremer Stadtamt „spontan“ etwas erledigen zu können.

KinderreisepassVor meiner Elternzeit habe ich in einem Einwohnermeldeamt in einem Dorf im Bremer Umland gearbeitet. Daher weiß ich zwar, wie das Passbeantragen abläuft. Aber von Dorf zu Stadt ist es ein Unterschied.

Termin vereinbaren ist hier in Bremen Pflichtprogramm. Das habe ich vor ganzen vier Wochen erledigt. Und es war nicht gerade einfach, weil das Telefon beim Stadtamt ständig besetzt ist. Aber nach einem Vormittag mit Hornhaut am Daumen vom Wahlwiederholungstastedrücken habe ich es dann geschafft. Wir haben einen Termin bekomen. Und deswegen haben wir uns am vergangenen Dienstag auf zum Stadtamt gemacht.

Ich und die Kinder. Der Papa musste zum Glück nicht zwingend dabei sein. Es reichte seine Unterschrift dafür, dass er einverstanden ist, dass die Mädels Pässe bekommen.

Am Wochenende zuvor haben wir einen Familienausflug zum Fotografen gemacht. Biometrische Passfotos müssen es selbst für die Kleinen sein. So ein Blödsinn… Aber nungut. Wir fügten uns und haben fiese Fotos mit verheulten und bockigen Kindergesichtern erwartet. Aber die Fotos sind tatsächlich ganz süß geworden. Etwas skeptisch gucken sie, aber was sollten sie auch denken. Da beim Fotografen auf dem kleinen Hocker vor der weißen Wand.Kinderreisepässe

Kind mit Pass Dann mussten wir die Kinder noch ausmessen (kein Problem) und die Augenfarbe definieren (kleines Problem). „Bunt“ hätte ich reinschreiben wollen 😉 Wir haben dann grünblau und grüngrau entschieden. Nicht so eindeutig wie mein „blau“ oder des Mannes „braun“.

Mit den Fotos im Gepäck, den Geburtsurkunden, der Unterschrift vom Papa und natürlich „den laufenden fast-Metern“ bin ich dann los. Es war die Jungfernfahrt unseres neuen Fahrradanhängers. Wir haben uns am vergangenen Wochenende einen gebrauchten Croozer gekauft. Komfortabler als unser alter, etwas in die Jahre gekommener Anhänger. Außerdem ist dieser nur bis 25 kg zugelassen. Da kommen unsere kleinen Brocken zusammen schon drüber. Ein neuer Fahrradanhänger sollte also her… Aber ich schweife ab.

Pünktlich beim BürgerServiceCenter angekommen, war ich dann nicht mehr pünktlich. Denn selbst die Warteschlange für Menschen mit Termin war lang. Die Mädels waren aber geduldig und haben sich neugierig alles angesehen und erklettert. Nach einigen „Nein, nicht auf die Heizung klettern“ und „Nein, nicht wieder rausgehen“ sind wir an der Reihe gewesen.Kinderreisepass

KinderreisepassNach der Anmeldung ging alles ratzifatz. Aufgerufen. Drangekommen. Daten überprüft. Pässe gedruckt. Auf Wiedersehen. Die Mädels waren ganz lieb und fanden alles sehr spannend. Als sie dann ihre Pässe in der Hand hielten waren sie ganz aufgeregt. So niedlich, wie sie sich über die Bücher mit ihren Fotos gefreut haben. Jetzt müssen sie nur noch verstehen, dass wir nicht heute oder morgen in den „Uulaup“ fahren. Sondern irgendwann. Hoffentlich bald.

Mittlerweile kann ich solche Unternehmungen mit den Zwillingen gut alleine machen und es läuft meistens recht entspannt ab. Bis auf Besuche beim Kinderarzt. Aber das ist ein anderes Thema…

2 Kommentare

  1. Photos für den Kinderreisepass – immer wieder ein Erlebnis. Unser Großer war mit 6 Wochen beim Photographen, unsere Kleine mit knapp vier Wochen. Beide Photographen haben letztlich die Angelegenheit gut gemeistert. Mittlerweile ist mein Sohn (gerade 4 geworden) superstolz auf jeden Stempel, der in seinem Reisepass dazukommt. Ich wünsche euch noch viele schöne Familienreisen :). Liebe Grüße -Sabrina-

    • Bei so kleinen Babies stelle ich mir das besonders schwierig vor, Fotos zu machen. Aber die Fotografen haben da so ihre Tricks. 😉 Liebe Grüße!

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