Zwetschgenbaum ist ein guter Baum

Zwetschgen aus dem Garten

Nachdem ihr die Überschrift gelesen habt, singt ihr hoffentlich alle dieses Lied 😉

Genug geträllert. Kommen wir zum Zwetschgenbaum. Und zu den Zwetschgen. Letztes Jahr zu dieser Zeit gab der Baum nur eine Handvoll Zwetschgen her. Vielleicht wollte er uns erstmal kennenlernen und wissen, wem er seine Früchte so schenkt. Scheinbar mag er uns, denn dieses Jahr haben wir jede Menge Zwetschgen am Baum.

Ich erzählte euch hier schon, dass der Mann ganz fleissig war und drei Kilo Zwetschgen gepflückt hat. Damit hatte ich viel vor. Eis, Marmelade, Kuchen. Und zum Naschen sollten auch noch welche übrig bleiben.

Zwetschgen aus dem GartenAber als ich den Zwetschgenkuchen fertig hatte, lagen schon sehr viele Zwetschen auf dem Teig und es waren nicht mehr viele in der Sammeltasche. Am Baum werden die Früchte leider schon langsam schrumpelig und die richtig großen dicken Zwetschgen, die ganz oben sitzen, holen sich die Vögel. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit der Ausbeute.

Die geplante Marmelade habe ich mit ein paar Äpfeln gestreckt. Davon wachsen im Garten auch jeeeede Menge. Einige Zwetschgen landeten noch in den Mündern von meinen Mädels und mir und dann waren sie weg. Alle weggefuttert. Das Eis, das ich noch unbedingt selbermachen wollte, muss bis nächstes Jahr warten. Oder ich kaufe für diesen Zweck noch ein paar Zwetschgen ein…

Zurück zum Zwetschgenkuchen. Ich habe mich entschieden, einen Blechkuchen mit Streuseln zu backen. Ich nehme mal vorweg: Ich fand ihn sehr lecker! Der Teig hatte eine relativ klebrige und feste Konstistenz. Deswegen war ich recht skeptisch, als ich den Kuchen in den Ofen schob. Aber völlig zu unrecht. Falls ihr diesen saftigen Zwetschgenkuchen mit Streuseln nachbacken wollt, verrate ich jetzt das Rezept.

Zwetschgenkuchen5Zutaten:
für den Teig:
150 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
1 Pck. Vanillezucker
210 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver

für die Streusel:
150 g Butter
100 g Zucker
1 Pck.  Vanillezucker
200 g Mehl

und für den Belag:
ca. 1 1/2 kg Zwetschgen

Heizt den Ofen auf 180 Grad vor (Ober- Unterhitze) und verrührt dann die Zutaten für den Teig. Dieser ist recht klebrig, wie oben schon erwähnt. Lasst euch nicht davon verwirren und gebt den Teig auf ein Backblech und streicht diesen glatt.

Dann wascht ihr die Zwetschgen, entfernt die Kerne und legt die Früchte auf den Teig. Als letztes werden noch die Streusel hergestellt und darüber verteilt. Und ab dafür in den Ofen. Für ca. 35 Minuten.

ZwetschenkuchenFür die Marmelade habe ich 1 Teil Äpfel und 3 Teile Zwetschen eingekocht. Die genauen Mengen habe ich mir nicht notiert. Dafür waren alle Zutaten zu schnell im Topf… Etwas Zimt und Zitronenmelisssenzucker habe ich auch noch dazugegeben.

Zwetschgenmarmelade
Einen tollen Tipp habe ich noch von einer Freundin bekommen, die meinte, ich solle die vielen Zwetschgenkerne nicht wegwerfen. Daraus kann man nämlich noch Schnaps machen. Schaps ist immer gut! Mach ich! Deswegen habe ich etwas Korn in ein luftdichtes Gefäß gegeben und die abgeschrubbten Zwetschenkerne hineingegeben. Immer wenn ich wieder ein paar Kerne habe, kommen dieses einfach mit in das Glas. Und immer so viel Korn hinein, dass die Kerne bedeckt sind. Zucker kommt auch noch dazu – etwa zu gleichen Anteilen, wie die Zwetschgenkerne. Man kann auch Vodka oder anderen Schnaps nehmen, aber ich habe mich für Korn entschieden. Das ganze bleibt so drei Monate stehen – am besten auf einer Fensterbank, weil es da schön hell ist. Zwischendurch das Glas mal ein bisschen schwenken. Pünktlich zu Weihnachten ist der Likör fertig! Wie ich den fertigen Likör dann aufgehübt und verschenkt habe, könnt ihr hier nachlesen.

Die Zwetschgen zu verarbeiten hat richtig Spaß gemacht! Es war keine einzige (!) Zwetschge mit Wurm dabei. So lob ich mir das.

Und jetzt sing ich weiter Helge Schneider Ohrmwurm-Lieder…

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16 Kommentare

  1. Moin!

    Also ich muss dir ehrlich sagen, dass ich immer noch singe xD
    Zwetschgen Eis finde ich aber auch mal eine tolle Idee. Ist mal was ganz anderes. Aber bei deinem Kuchen Rezept bekomme ich große hungrige Augen. Leider habe ich keinen Garten und damit auch keinen Baum, also kein Kuchen für mich heute.

    Vielleicht teste ich das mit dem Eis aber auch mal aus.

    Liebe Grüße
    Nessi

    • Jaaa… Das Eis. Es ist leider immer noch in der Warteschleife. Aber spätestens im nächsten Jahr MUSS ich es ausprobieren! Liebe Grüße

  2. Zwetschgen mag ich extrem gern, sowohl als Kuchen als auch als Marmelade. Aber die Kerne mit Schnaps anzusetzen, habe ich noch nie gehört. Aber Versuch ist es sicher allemal wert 😉

    (Und: Ja, ich hatte nach der Überschrift direkt das Lied im Kopf 😀 )

    • Ein echter Ohrwurm 😉 Ich bin auch ganz gespannt, was in den drei Monaten so aus den angesetzte Kernen-Korn wird. Liebe Grüße

  3. Jetzt bin ich ein wenig traurig, dass wir gerade einmal 6 Zwetschgen von unserem Baum vor den Vögeln retten konnten. Da hattet ihr wohl mehr Glück 😉
    Und so ein Stück Pflaumenkuchen wäre heute auch was Feines!
    Liebe Grüße,
    Elli

    • Oh.. Schade, dass euer Baum nicht mehr hergab! Aber vielleicht dann ja nächstes Jahr. Liebe Grüße!

  4. Das hört sich lecker an. Bei uns sind dieses Jahr leider fast keine am Baum gewesen. Ich hoffe auf nächstes Jahr, dann gibt es bei mir auch wieder frischen Kuchen.
    LG Kerstin

    • Schade, dass ihr nicht so viele Zwetschgen habt! Der Baum spart bestimmt seine Kräfte fürs nächste Jahr 😉 Liebe Grüße

  5. Hallöchen

    Ich habe gesehen das du auch beim #BloKoDe dabei bist. Ich hoffe du hast viele neue Blogs gefunden. Ich hatte gestern leider keine Zeit darum komme ich heute vorbei und lese mich durch die Blogs.
    Dein Kuchen sieht so leckkar aus obwohl ich kein Zwetschen mag könnte ich glatt da rein beissen. 🙂

    Liebe Grüße von Moni´s Bloghütte und einen schönen Sonntag

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