Mein Freund das Gemüsebeet

Gemüsebeet

Das Gemüsebeet und ich. Wir mussten uns erst anfreunden. Eigentlich mag ich es total gerne. Und mir macht es auch Spaß, Samen zu sähen, Pflänzchen einzubuddeln und ein paar Monate später Gemüse zu ernten. Aber! Aber die Kaninchen. Die Kaninchen, die in unserem Garten ständig Party feiern. Sie laden ihre ganze Großfamilie ein, weil es scheinbar in unserem Garten sehr schön ist. Wenn sturmfrei ist, kann man da als Kaninchen herrlich buddeln wann und wo man möchte. Vorzugsweise unter den Zäunen. Und man kann sich an dem Buffet bedienen (Buffet = Apfelbäume, Blumen).

Wir Menschen finden das natürlich weniger gut. Genauer gesagt, ist es ziemlich ärgerlich, dass die Kaninchen manche unserer frisch gepflanzen Blumen wegfuttern. Und was den Apfelbaum angeht, dürft ihr uns gerne alle Daumen drücken. Die Rinde des Baumes haben die Kaninchen im letzten Winter fast rundherum abgenagt. Google hat gesagt, es stellt sich diesen Frühling raus, ob der Baum das überlebt hat. Das wäre echt schlimm, wenn nicht. Und da möchte ich auch gar nicht drüber nachdenken… Apfelbaum! Das schaffst du! Schakka!

Zurück zum Gemüsebeet. Wenn man im Kleingartengebiet spazieren geht und links und rechts seine Blicke in die anderen Gärten schweifen lässt, fällt sofort auf, dass die Gemüsebeete entweder eingezäunt sind oder als Hochbeet angelegt wurden. Kaninchensicher.

Wir haben uns für die erste Variante entschieden. Aus Zeit- und Weniger-Arbeit-Gründen. Die Vorpächter unseres Gartens hatten ein Gewächshaus. Das sich bei einem Sturm verabschiedet hat. Stehen blieb der Rahmen im Boden, der uns auch überlassen wurde. Erst haben wir uns geärgert über diesen „Müll“. Aber bei genauerer Betrachtung ist es ganz praktisch. Es ist nämlich die ideale Abgrenzung für unser Gemüsebeet. Es ist stabil und fest in der Erde. Da soll sich ein Kaninchen erstmal unterdurch buddeln. Ha! Obendrauf musste natürlich noch ein Zaun aus Maschendraht. Maschendrahtzaun in the morning…. Äh! Mist. Ohrwurm.

Gemüsebeet
Zaun. Ja. Den haben wir auch noch gebaut. Pfeiler in die Erde. Draht dran. Fertig. Nix besonderes. An einer Seite ist der Draht weniger hoch, um dort einsteigen zu können. Eine Pforte wäre hier natürlich toll – aber dafür waren wir bislang zu geizig. Was so eine einfache Gartenpforte kostet?

Diese Konstruktion hält nun jedenfalls schon das zweite Jahr. Auch die Kaninchen vom Gemüse fern. Könnt ihr euch an meine letztjährige Ernte erinnern? Es gab ein wenig Zucchini. Naja.. viel Zucchini. Zwei Pflanzen waren es nur – und unglaublich viele Zucchini, die ich nachher nicht mehr sehen konnte. Dieses Jahr bin ich schlauer, eine Zucchinipflanze darf einziehen. Keine Zwei. Neinnein.

Letzte Woche habe ich das schöne Wetter genutzt und habe das Gemüsebeet aus dem Winterschlaf geholt. Alles Alte, Vertrocknete raus und Neues rein.
Gemüsebeet
Das hat einen Nachmittag gedauert und am nächsten Tag hatte ich etwas Muskelkater vom Auf-dem-Boden-rum-kraxeln. Aber ich freue mich schon jetzt darauf, bald die ersten mini grünen Blätter zu entdecken, die sich ihren Weg aus der Erde an die Luft bahnen. Gemüsebeet
Zuckerschoten, rote Beete, Radieschen und Möhrchen durften als erstes ins Gemüsebeet einziehen. Schauen wir mal, was davon etwas wird. Und vor allem: Wieviel 😉

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