Beerenzeit

Stachelbeeren

Das Gemüse lässt uns im Stich. Davon berichtete ich bereits an dieser Stelle. Obwohl. Das Gemüse hat gar keine Schuld. Der Gärter sowieso nicht. 😉 Es wurde halt einfach weggeschneckt. Die Schnecken haben Schuld. Und ich hatte und habe ehrlich gesagt kein Bock mehr, was gegen die Schnecken zu unternehmen. Sollen sie mir halt alles wegfressen. Im Gemüsebeet zumindest.

Die Beerensträucher lassen die ollen Schnecken zum Glück in Ruhe. Wir hatten viele – um nicht zu sagen, sehr viele – Beeren in unserem Garten dieses Jahr. Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Blaubeeren. So viele wie noch nie, seit dem wir den Garten haben. Johannisbeeren

Blaubeeren

Beeren Ernte
Dass ich kein großer Johannisbeerfreund bin, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Deswegen mussten sie (wie auch schon im letzen Jahr) dran glauben, zu Johannisbeer-Essig verarbeitet zu werden. Die Mädels essen nur ein paar wenige, direkt vom Busch. Aber zu Hause essen sie lieber anderes Obst. Also habe ich Freunde zum frohen Johannisbeeren-Pflücken eingeladen und alle verschenkt. Zum Vergammeln sind die auch zu schade.

Johannisbeer-Essig
Stachelbeeren gehören auch nicht zu meinen Favoriten. Außerdem sind diese mal echt schlecht zu pflücken. Stell nur ich mich beim Stachelbeeren-Pflücken so dusselig an und werde dauergepiekst?

Stachelbeeren„Warum habt ihr die denn im Garten?“ Könntet ihr euch fragen. Ganz einfach. Sie waren halt da. Wir haben den Garten samt der vielen Sträucher übernommen. Und das ist ja auch gut so. Sonst wäre ich nach dem Gemüsebeetdilemma ja total deprimiert.

Beeren sind sehr viel pflegeleichter und dankbar. Man muss sie nicht dauernd gießen. Sie wachsen von ganz alleine und brauchen nicht viel Aufmerksamkeit. Das beste ist aber, dass die Karnickel sie nicht fressen. Wohl aus dem einfachen Grund, dass sie nicht rankommen. 😉 Obwohl… Die Äste, die am Boden liegen, werden auch nicht weggenascht. Und: Wir haben keine Piepmätze zu Besuch im Garten, die uns die Beeren wegnaschen. So brauchen wir nichtmal Netze über den Sträuchern. Tiptop.

Johannisbeeren
Aus dem Stachelbeeren habe ich Marmelade gekocht. Zusammen mit Aprikosen, damit es nicht so sauer ist. Ich wollte eine geschichtete Marmelade in die Gläser bringen. Unten rot. Oben gelb. Zwei bunte leckere Streifen. So meine Vorstellung. Praktisch hat das leider nicht so geklappt. Das lag daran, dass ich die untere Stachelbeermarmelade nicht habe abkühlen lassen, bevor ich die Aprikosenmarmelade obendrauf gegeben habe. Deswegen ist mir das Endergebnis etwas verlaufen. Schmeckt natürlich trotzdem und ich versuche das einfach nochmal. Dann lasse es es eben mehr abkühlen. Wobei… Vielleicht lasse ich es auch mit der Stachelbeermarmelade. Ich mag es nicht, die Kerne mit drin zu haben. Deswegen habe ich die Stachelbeeren vorher passiert. Und dass danach nur noch die Hälfte an Stachelbeerpüree für die Marmelade übrig blieb, ist ziemlich frustrierend. Soviel Arbeit. Für am Ende zwei Gläser Marmelade…

Stachelbeermarmelade
Die restlichen Stachelbeeren sind in einem Käsekuchen gelandet. Den habe ich nach diesem Rezept gebacken:

Rezept für Käsekuchen mit Stachelbeeren

Ihr benötigt für eine Springform:

  • für den Boden:
    200 g Mehl
    75 g Zucker
    1 Prise Salz
    1 Ei
    140 g Butter
  • für den Belag:
    3 Eier
    500 g Magerquark
    120 g Zucker
    1 EL Zitronensaft
    500 g Stachelbeeren

Zuerst mischt ihr das Mehl mit dem Zucker und dem Salz und häufelt dies auf eure Arbeitsplatte. In die Mitte drückt ihr eine Mulde, in die ihr das Ei schlagt. Die Butter verteilt ihr in Flocken drumherum. Dann alles zu einem glatten Teig verarbeiten und anschließend zu einer Kugel formen. Diese Kugel darf nun eine halbe Stunde im Kühlschrank warten.

In der Zwischenzeit widmet ihr euch dem Belag und trennt zuerst die Eier. Das Eigelb wird mit dem Quark, Zucker und Zitronensaft verrührt. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Quarkmasse heben.

Dann ist auch der Teig bereit zur Weiterverarbeitung. Rollt diesen aus und legt in in die Springform. Den Rand natürlich etwas hochziehen. Nun die Hälfte der Stachelbeeren auf dem Boden verteilen und dann die Quarkmasse obendruff. Und ganz obendruff kommen zum Schluss noch die restlichen Stachelbeeren.

Der Kuchen kommt für ca. 40 Minuten bei 180 Grad in den Ofen.

Käsekuchen mit Stachelbeeren
Himbeeren haben wir nur wenige im Garten. Weil wir diese so lecker finden und gerne essen, haben wir uns an einem regnerischen Tag nach Lilienthal zum Hof Wöltje aufgemacht um Himbeeren zu pflücken. Viele Himbeeren. Die Mädels haben sehr fleissig mitgeholfen und wir hatten ratzfatz 2,5 kg zusammen.

Himbeeren pflücken Himbeeren pflücken
Eine Woche später waren wir noch einmal auf dem Hof. Die meisten Früchte sind direkt im Mund verschwunden. Und die restlichen durften ihr Himbeerleben als Eis und Marmelade weiterführen. Für die Mädels habe ich die Himbeeren püriert und in Eis-am-Stil-Förmchen eingefroren. Mir war das viiiiiiel zu sauer. Aber die Kinder essen dieses Eis total gerne. Mir soll´s recht sein 😉 Für mich und den Mann habe ich die Förmchen zur Hälfte mit pürierten und gezuckerten Himbeeren und Kokosjoghurt gefüllt. Lecker.

Himbeereis am Stiel
Die vielen Blaubeeren aus dem Garten haben einen extra Blogpost bekommen. Lest hier, wie ich die Blaubeeren verarbeitet habe.

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