Aufgepasst! Giftige Pflanzen im Garten

Giftige Pflanzen im Garten Buchsbaum

Bei uns im Garten ist es schön! Aber wenn die Mädels dort rumwuseln und spielen, habe ich vorsichtshalber ein Auge auf die Kinder und ein paar bestimmte Pflanzen, die giftig sind.

Die Mädels spielen gerne im Garten. Wenn sie nicht grade auf dem Trampolin rumhüpfen, buddeln sie in der Sandkiste oder spielen mit ihrer Matschküche. Es wird gekocht und gebacken was das Zeug hält. In so einer richtigen Gartenküche braucht es natürlich Kochzubehör in Form von Blättern, Stöckern und Beeren. Den großen Strauch Zitronenmelisse habe ich für die Mädels zum „Kochen“ freigegeben. Aber bei manch anderem Grünzeug heißt es für mich: Aufgepasst!

Die Mädels verstehen zwar mittlerweile, dass sie nix von den Pflanzen in den Mund nehmen sollen und eigentlich fragen sie auch immer, wenn sie was abpflücken oder Früchte essen wollen. Aber man weiß ja nie. (Sie wissen eigentlich ja auch, dass sie mit Stiften nur auf Papier malen sollen…)

Es gibt Pflanzen, die sind weniger giftig und verursachen „nur“ Bauchweh, Übelkeit oder Hautreizungen. Dann gibt es da aber auch die so richtig giftigen Pflanzen, bei denen man nicht lange fackelt und sein Kind in Nullkommanix aus dem Garten, von der Wiese oder aus dem Park ins Krankenhaus bringen sollte.

Welche Pflanzen im Garten sind für Kinder besonders giftig?

Ich habe euch eine Liste giftiger Pflanzen, die in Gärten vorkommen können, zusammengestellt.

(Wir haben zum Glück nicht alle Pflanzen in der Gegend und deswegen habe ich nicht immer ein passendes Foto. Ich verlinke euch den Wikipedia Artikel mit mehr Infos und eben auch Fotos der giftigen Pflanzen.)

  • Eisenhut
    Als wir den Garten übernommen haben, stand da ein Eisenhut. Der musste weg! Aber sofort! Alles am Eisenhut ist sehr giftig und kann zu Unterkühlung, Herz-/Atemlähmung, Krämpfen und sogar Tod führen.
  • Eibe
    Die Eibe wird oft als Hecke gepflanzt. Nicht nur die roten Beeren der Eibe sind giftig, auch die Nadeln. Wenn Kinder davon etwas in den Mund stecken, solltet ihr einen Notarzt kontaktieren, der dann z.B. den Magen entleert.
  • Kirschlorbeer
    Kirschlorbeer wird ebenso gerne als Hecke gepflanzt. Die Blätter sind sehr giftig, schmecken aber bitter. Die Gefahr, dass Kinder die Blätter essen ist daher gering. Im Gegensatz zu den Früchten, die süß schmecken. Der Verzehr von mehreren Kirschen kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, verminderte Atmung und Bewusstlosigkeit führen.
  • Tollkirsche
    Die Tollkirsche sieht hübsch aus ist aber eine der giftigsten Pflanzen, die es hier gibt. Die glockenförmigen Blühten blühen von Juni bis August. Danach bildet sich die schwarze „Kirsche“. Die ist besonders giftig.
  • Engelstromete
    Engelstrompete. Klingt erstmal harmlos. Ist aber ebenso sehr giftig. Die Engelstrompete steht in vielen Gärten als große Zierpflanze. Alle Teile an ihr sind sehr giftig und alleine durch Einatmen können Symptome wie Sehstörungen oder Halluzination auftreten.
  • Herbstzeitlose
    Von August bis November blühen die Herbstzeitlosen in den Bremer Wallanlagen. Sieht schön aus, aber besonders Kräutersammler unter euch sollten aufpassen: Die Herbstzeitlosen können mit Bärlauch verwechselt werden, der auch in den Wallanlagen wächst. Wenn ihr nicht sicher seid: Ein Schnuppertest hilft. Bärlauch riecht knoblauchmäßig.
  • Maiglöckchen
    Auch Maiglöckchen können mit den Herbstzeitlosen und Bärlauch verwechselt werden, wenn diese noch nicht blühen. Wenn das Maiglöckchen ausgeblüht hat, bildet es kleine rote Beeren, die besonders giftig sind.
  • Fingerhut
    Das habe ich schon als Kind gelernt: Fingerhut ist giftig. So was Gemeines. Wo doch die kleinen Finger genau in die Blüten reinpassen würden… Im Garten haben wir letztes Jahr einen beseitigt. Aber nicht nur in Gärten wächst Fingerhut. Auch mitten in der Stadt, wie ich neulich entdeckt habe.
  • Goldregen
    Goldregen kennt glaube ich jeder. Dieser gelbe, leuchtende Strauch steht in vielen Gärten und Parks. Und leider manchmal auch auf Spielplätzen. Ihr solltet aufpassen, dass eure Kinder keine Teile des Strauches in den Mund stecken. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und auch Bewusstlosigkeit und Krämpfen kommen.
  • Wolfsmilchgewächse z.B. Wunderbaum
    Der Wunderbaum und andere Wolfsmilchgewächse sehen schon giftig aus, finde ich. Im letzten Jahr hat sich ein Wolfsmilchgewächs bei uns im Garten ausgesäht. Da wir keine Ahnung hatten, was das für eine Pflanze ist, googleten wir es und fanden fix raus: Ohoh! Zum Glück war der in der hintersten Ecke des Gartens wo die Mädels nie spielen und durfte bleiben. Beim Wunderbaum sind die Samen sehr giftig und können für Bauchweh oder Herzrhythmusstörungen sorgen. Bei Hautkontakt mit der Pflanze kann es zu Rötungen und Juckreiz kommen.
  • Oleander
    Giftige Pflanzen im GartenWir Dussel haben uns letztes Jahr einen Oleander für ´nen Bottich im Garten gekauft. Ohne zu wissen, dass dieser giftig ist… Wir fanden es gut, dass er immergrün ist, wenn ab Herbst im Garten langsam alles trocken ist. Tja. Beim Oleander ist Vorsicht geboten. Alle Pflanzenteile sind giftig und können für Kopfschmerzen, Erbrechen oder Durchfall sorgen. Nach Hautkontakt mit dem Oleander kann es zu Juckreiz oder Rötungen kommen. Im schlimmsten Fall kann es zu Herz- oder Atemlähmung kommen, wenn ein Blatt gegessen wurde.
  • Buchsbaum
    Ich behaupte mal, Buchsbaum findet man in so ziemlich jedem Gärtchen. Auch bei uns. Kleine Buchsbaumhecken zieren den Weg. Wir haben den Garten so übernommen und gelassen. Vor allem die Blätter sind beim Buchsbaum giftig und können Erbrechen, Durchfälle, und Krämpfe verursachen. Also aufgepasst, dass die Lütten keine Teile vom Buchsbaum in den Mund stecken.
  • Efeu
    Ich bin mit den Mädels viel auf den Spielplätzen bei uns im Viertel unterwegs. Und auf fast jedem findet man Efeu, der an Zäunen rankt. Die Blätter und auch besonders die Beeren vom Efeu sind giftig. Hautkontakt sollte vermieden werden, weil es Hautentzündungen verursachen kann. Sollten Beeren in den Mund genommen werden, kann es zu Übelkeit, Erbrechen, oder Kopfschmerzen kommen.

Meine Liste ist natürlich nicht vollständig. Es gibt noch jeeede Menge anderer giftiger Pflanzen. Wenn ihr euch bei der einen oder anderen Pflanze nicht sicher seid, könnt ihr beim Giftinformationszentrum nachfragen.

Erste Hilfe Maßnahmen,
wenn ein Kind sich an einer Pflanze vergiftet hat

Wenn euer Kind sich an Blättern, Beeren oder anderen Pflanzenteilen vergiftet hat, ruft den Giftnotruf unter 0551-19240 und/oder einen (Not)Arzt an.

Ich habe übrigens auf meinem iPhone eine App vom Bundesinstitut für Risikobewertung, die ich bislang zum Glück noch nicht benutzen musste. Die Giftnotruf-App. Ihr könnt mit der App sofort den Giftnotruf anrufen, ohne lange die Nummer im Telefonbuch zu suchen. Außerdem findet ihr viele weitere Infos zu anderen Vergiftungen (zum Beispiel Putzmittel oder Medikamente). Die App gibt es für Android und iOS und ihr findet hier den Link zum download der Giftnotruf-App.

Welche Pflanzen habt ihr im Garten, bei denen ihr lieber ein Auge auf die Kinder habt? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, damit ich meine Liste erweitern kann.

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