Malala. Ein Buchtipp für Kinder ab 8 – Gastbeitrag von Frau Piepenkötter

Malala für die Rechte der Mädchen Kinderbuchrezension Gastbeitrag von Frau Piepenkötter

Es ist die Woche der Gastbeiträge. Nach Glasgeflüster-Britta kommt nun Frau Piepenkötter Vanessa.

Frau Piepenkötter ist mir vor einer ganzen Weile auf Instagram zuerst über den Weg gelaufen. Und ich bin hängengeblieben. 🙂 Ich mag ihre Art zu schreiben. Ihren Wortwitz. Herrlich!

Ihr liebt Schnulzenromane und -Filme? Dann seid ihr bei Schmonzettenprofi Frau Piepenkötter genau richtig. Neulich erst hat sie eine lange Liste mit Lieblingsschnulzen zusammengestellt. Außerdem könnt ihr auf ihrem Blog verfolgen, wie ihr persönlicher Mitch Buchannon (oder? 🙂 ) einen Pool selbst gebaut hat.

Ich freue mich sehr, dass sie heute mein Gast ist und einen tollen Buchtipp für Kinder im Gepäck hat. Schieß los Vanessa!

Hallo, mein Name ist Vanessa, ich bin 37 und leite eine Kita. Mutter bin ich auch. Und Bloggerin. Ehefrau und Kolumnistin. Ich war auch schon mal Aushilfe, Erfüllungsgehilfin des Gerichtsvollziehers und Sparkassenkauffrau. Lange Jahre davor und ein paar dazwischen war ich Schülerin, Auszubildende und Praktikantin. In den letzten 37 Jahren hatte konnte ich quasi so ziemlich alles werden, was ich wollte. Das gilt auch für die Zukunft. Und auch für meine Töchter und ihre Zukunft.

Diese für uns so selbstverständlichen Möglichkeiten sind nicht für jede Frau und jedes Mädchen auf dieser Welt gegeben und deshalb habe ich mich, als Jessica, die ja auch Mutter zweier Töchter ist, mich nach einem Gastbeitrag für ihren Blog fragte, beschlossen, euch ein ganz besonderes Buch über eine ganz großartige Persönlichkeit vorzustellen. Okay, eigentlich war es nicht ganz so. Eigentlich war es so, dass ich Jessica vorschlug, einen Post über ein paar nette Kinderbücher zu schreiben und dann nicht so recht wusste, was denn vielleicht so neu ist, dass ihr es nicht ohnehin schon kennt. Meine Kinder sind schon groß und in der Kita greife ich tatsächlich immer wieder zu den altbewährten Klassikern. Was also vorstellen, wenn man schon so großkotzig einen literarischen Beitrag angeboten hat?
Kinderbuchrezension Malala Gastbeitrag von Frau Piepenkötter

Ich ging also in meine allerliebste Lieblingsbuchhandlung, die praktischerweise eine echte Kinder- und Jugendbuchhandlung ist. Da es draußen in Strömen regnete, hatte ich etwas Zeit zu vertrödeln und das, mit Verlaub, kann man in dieser Buchhandlung ganz hervorragend. Ich las erst ein paar der Neuerscheinungen im Jugendbuchsektor quer, suchte ein paar Postkarten aus, quatschte mit einer anderen Kundin bis ich letztlich bei den Regalen mit den Kinderbüchern landete. Von der Unterhaltung noch abgelenkt, griff ich wahl- und ziellos ins Regal und zog ein Buch heraus von dem ich in dem Moment in dem ich sein Cover sah, wusste, dass ich es kaufen muss. Und dass ich es euch heute in diesem Rahmen vorstellen will.

Malala – ein Buch für Kinder ab 8

Ich bilde mir ein, dass unter uns Erwachsenen die Geschichte der Malala Yousafzai hinlänglich bekannt ist. Das Mädchen, die mittlerweile 20 Jahre alte Frau aus Pakistan, deren Name wie vielleicht kein anderer für den Kampf um ein Recht auf Bildung steht. Die jüngste Friedensnobelpreisträgerin, der Mensch, der mit nur 11 Jahren begann gegen den Terror der Taliban in ihrer Heimat zu bloggen. Wer sie nicht kennen sollte, oder mehr über sie erfahren will, der kann und  sollte sich die Dokumentation „Malala – Ihr Recht auf Bildung!“ oder das von ihr mit verfasste Buch “ Ich bin Malala: Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft!“ zu Gemüte führen. Wir haben ja schließlich Zugang zu all diesen Dingen, gell?

Aber was ist denn mit den Kindern? Den Mädchen und Jungen der heranwachsenden Generation? Kennen die Malala? Wird von ihr in Schulstunden erzählt? Ihre Geschichte weitergegeben um junge Leute zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie mächtig doch auch schon Kinder sind? Was sie zu bewegen vermögen? Welches Privileg es ist, sich an Dienstagnachmittagen mit schriftlichem Dividieren rumzuschlagen? Ich finde, auch die  10jährigen haben ein Recht auf ein paar inspirierende Vorbilder aus den eigenen Reihen, oder?  Sie sollten wissen, dass das Internet nicht nur Stars hat, die für Shampoo werben und Prank-Videos auf Youtube hochladen.

Malala- Für die Rechte der Mädchen

Umso besser, dass es Malalas Geschichte jetzt in einem wunderschön illustrierten Kinderbuch zu lesen gibt. Und nicht nur die Geschichte ist schön, verständlich und eindrucksvoll erzählt, sondern auch wunderwunderwunderschön illustriert.

Bei uns zuhause hat es nicht lange gedauert, bis es mir aus der Hand gerissen wurde und ich habe es nur wiederbekommen, da ich auf die Dringlichkeit eines zu verfassenden Blogposts hinwies.

Das empfohlene Lesealter für dieses Buch wird mit 8-10 Jahren angegeben. Ich hätte es spontan eher bei 10 als bei 8 gesehen, rate euch aber generell dazu Bücher mit so einem vielleicht nicht ganz leichten Thema erst einmal komplett selbst zu lesen. Das wird euch hier definitiv nicht schwerfallen und als Experten für euer Kind und sein individuelles Empfinden könnt ihr dann sicher gut einschätzen, ob ihr es schon gemeinsam lest, ihr es eurem Kind zum selbstständigen lesen gebt oder ihr es erst noch ein bisschen für euch behaltet. Von mir gibt es eine absolute Kauf- und Leseempfehlung.Malala für die Rechte der Mädchen Kinderbuchrezension Gastbeitrag von Frau PiepenkötterGrundsätzlich wirft das Buch vermutlich einige Fragen auf und bietet euch gemeinsamen Gesprächsstoff. Und das ist auch gut so. Gerade dieser Tage ist es doch nicht schlecht, wenn sich die Menschen dessen bewusst sind, dass ihr Zugang zu Bildung ebenso wie ihr Recht zu wählen ein großartiges Geschenk sind, das sie respektieren und somit auch nutzen sollten, oder?

In diesem Sinne: Seid alles was ihr wollt! Vor allem Wähler!

Liebste Grüße
Vanessa aka Frau Piepenkötter

Das klingt nach einem ganz tollen und wichtigen Buch, das ich meinen Mädels in 4 Jahren dann auch zeigen werde! Danke für diesen Tipp, liebe Vanessa!

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