Urlaub in der eigenen Stadt

Steigenberger Hotel

„Willst du bei uns schlafen?“ lautete das Motto einer Aktion der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ). Vom 17. bis 20. Juli konnten Bremer und auch die, die im näheren Umland wohnen, für 10 € pro Person und Hotelstern in einem der teilnehmenden Hotels übernachten. Und damit es wie ein „richtiger“ Städtetrip in der eigenen Stadt ist, konnte man noch Zusatzangebote wie diverse (Stadt-)Führungen oder ermäßigten Eintritt in z.B. Museen oder im Universum wählen. Wer mehr Action wollte, konnte einen Simulatorflug oder einen Geländewagen-Parcour buchen.

Da mich die BTZ zu dieser tollen Aktion eingeladen hat, brauchte ich nicht lange überlegen, mitzumachen. Unter dem Hashtag #BremerGast könnt ihr in den sozialen Medien finden, wer noch mitgemacht und was erlebt hat. SarahMaria und Ichmags waren z.B auch als Touristen in Bremen unterwegs

Der Mann und ich machten also Urlaub in unserer Heimatstadt. Er begann mit einer Stadtführung durch das Viertel. Unser Viertel, in dem wir wohnen. „Buntes Viertel“ nannte sich diese Führung und das war sie auch. Ich gehe hier jeden Tag durch die Straßen. Leider nicht (mehr) mit ganz so offenen Augen. Die Stadtführung hat mich dazu animiert, mich hier wieder mehr umzusehen. So wie ich es gemacht habe, als ich vor sieben Jahren nach Bremen gezogen bin.

Die Führung durch das Viertel hat mir sehr gut gefallen! Es war ein großartiger Bummel durch die schönen Straßen und Gassen. Die Tour begann bei der Kunsthalle. Dort haben 15 überwiegend Bremer Touristen sehnsüchtig auf der Start gewartet. Es ging vorbei am Wilhelm-Wagenfeld-Haus und Gerhard-Marcks-Haus rein in die Mozartstraße.

Mozartstraße

Altbremer HäuserUnser Gästeführer war Pierre Demirel. Ich bin immer noch ganz begeistert von ihm. Er hat die Tour angenehm locker gestaltet. Es gab interessante Infos, ohne dass er mit vielen (mehr oder weniger interessanten) Jahreszahlen jongliert hat. Also: Falls ihr mal eine Stadtführung in Bremen unternehmen wollt, leg ich euch den Pierre hiermit ans Herz. Ihr könnt ihn dann direkt über die BTZ buchen. Nur so nebenbei.

Pierre Demirel und ichPierre hat uns viel zu altbremer Häusern erzählt und uns die unterschiedlichsten Beispiele dazu in den Straßen gezeigt. Durch seine ständigen Führungen hat er die Menschen an den Stationen seiner Tour kennengelernt.

Alexanderstraße

Wiener HofDeshalb hat sich ein junger Mann, der zur Zeit ein altes Haus renoviert, schon über einen Besuch der Reisegruppe gefreut und uns über den aktuellen Stand seiner Baustelle informiert.

Ein weiteres Highlight war für mich das Tischlereimuseum in der Köpkenstraße. TischlereimuseumSchon Dutzende Male dran vorbeikommen. Aber sich nie gefragt, wie es drin aussieht. Falls euch genau das nun auch interessiert, könnt ihr an einem Sonntag mal zum Tag der offenen Tür im Tischlereimuseum vorbeigucken. Noch bis August ist immer sonntags von 11 – 16 Uhr geöffnet. Danach werden neue Termine bekannt gegeben.

Bremer TischlereimuseumFrank Baethke und die anderen 22 Mitglieder des Fördervereins freuen sich über jeden, der kommt.

Frank BaethkeUnsere Tour ging weiter vorbei an bekannten Geschäften, Kneipen und anderen Lokalen. Und selbst da gab es neue Kenntnisse für mich. Wisst ihr z.B. woher das „Eisen“ seinen Namen hat? Ich gebe zu. Ich bin immer nur da, um ein paar Getränke zu mir zu nehmen. Über die Herkunft des Namens habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Aber jetzt wo ich es weiß, kann ich beim nächsten Besuch mit Freunden dort mal mit meinem Wissen angeben 😉

OstertorsteinwegZum Abschluss der Tour durch das Viertel gab es noch ein paar Worte zur Helenenstraße und einen Besuch in der Galerie Kramer, die ist über dem Geschäft Art’nCard. Erste Anlaufstelle, wenn man eine ausgefallene Postkarte sucht – zu welchem Anlass auch immer.

Galerie KrämerNach dieser Tour ging es dann für uns in das Hotel. Wir haben uns entschieden, im Steigenberger Hotel in der Überseestadt zu übernachten.

Steigenberger Hotel Genau wie 46 andere Bremer die an der Aktion „Willst du bei uns schlafen?“ teilgenommen haben. Das Hotel liegt in direkter Nachbarschaft zwischen Wesertower und dem Varietétheater GOP.

Steigenberger HotelDer erste Eindruck des Hotels ist gut! Die Lage sowieso. Etwas abseits vom Stadtgeschehen, aber dennoch nicht „Ab vom Schuss“. Die Innenstadt ist in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Haltestelle quasi vor der Tür. Und da das Hotel direkt an der Weser liegt, kann man auch einen schönen Bummel zu Fuß an der Schlachte entlang machen, um in die Stadt zu kommen. Oder in unserem Fall, zur Breminale, die zeitgleich am Osterdeich stattfand.

Steigenberger HotelDer Empfangsbereich des Steigenbergers ist großzügig, hell und gut in Schuss. Aber das Hotel ist ja auch noch recht neu – wurde 2013 erbaut. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und haben dann unser Zimmer im 3. Stock bezogen.

Steigenberger HotelAuf der Internetseite vom Steigenberger steht, dass man von jedem Zimmer aus einen Blick auf die Weser hat. Wir freuten uns schon darauf. Wurden jedoch enttäuscht, dass der Blick aus unserem Zimmer nicht auf das Wasser ging (zumindest nicht, ohne sich den Hals zu verrenken). Wir hatten einen schnöden Blick auf das Dach des GOPs und das benachbarte Parkhaus. Aber immerhin mit Sicht auf den Dom. Die Spitzen des Doms. Klitzeklein. Aber immerhin.

Steigenberger HotelAuch vom Zimmer an sich haben wir vielleicht etwas zu viel erwartet. Die Größe des Zimmers war zwar ok, ich hatte es mir jedoch größer erhofft. Die Ausstattung mit Kaffeemaschine und Minibar vollkommen in Ordnung. Auch das Bad war sauber und gut. Es gab verschiedene Artikel wie Nagelfeile, Kamm und Seifen, die man sich nehmen durfte. Die Einrichtung und den Teppich des ganzen Hotels hatte ich mir etwas moderner vorgestellt. Aber was solls. Geschmäcker sind verschieden. Alles war sauber und ordentlich. Das ist das wichtigste.

Steigenberger Hotel ZimmerIch bin nicht so ein großer Saunafreund. Deswegen haben wir den Spa-Bereich des Hotels nicht genutzt. Mich hat überrascht, dass es keinen Pool gibt. Da hätte ich sehr wohl noch gerne eine Runde geplantscht.

Am Abend sind wir – wie oben schon erwähnt – an der Schlachte entlang zur Breminale gegangen. Ein sehr schöner Spaziergang. Und ein sehr schöner Abend. Der Mann und ich. Zusammen und mal ohne die Mädels.

Wir haben gut geschlafen, obwohl ich manchmal von dem Glockenklingeln der Stephanikirche aufgewacht bin. Die Betten waren sehr bequem. Da hätte ich auch noch länger rumlümmeln können.

Das Frühstück im Steigenberger Hotel war großartig! Es gab eine riesen Auswahl von Allem. Verschiedene Brötchen und Brote, Marmeladen, Wurst- und Käsesorten, Honig, Müsli, Obst, Joghurt, Säfte und andere Getränke und für die „englische Fraktion“ Würstchen, Ei in allen Formen und live Omlette-Braten nach eigenen Wünschen. Das war wirklich ganz fantastisch und wir haben mit vollen Mägen gegen 12 h wieder ausgecheckt und die Heimreise angetreten.

HeimwegDas war ein toller Urlaub in der eigenen Stadt. Als Tourist in Bremen unterwegs zu sein hat Spaß gemacht und wir haben sogar noch etwas Neues gelernt.

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für den tollen Bericht! Das Tischlereimuseum gehört auch zu meinen persönlichen Favoriten. Wurden auch die Maschinen angeschmissen?

  2. Pingback: #BremerGast - Urlaub in der eigenen Stadt - Sarah Marias Blog

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