Kleine Werder Fans! Die Mädels zum ersten Mal im Weserstadion

Mit Kindern das erste Mal im Bremer Weserstadion

Eine Sache haben wir den Mädels von Anfang an beigebracht: In Bremen ist man Werder Fan! Fußballerische Früherziehung muss rechtzeitig in die richtige Richtung gelenkt werden 😉 Am vergangenen Wochenende gab es einen ersten Höhepunkt für die Mädels: Ihr Premieren-Besuch im Weserstadion.

Mit Kindern das erste Mal im Bremer WeserstadionEs hat sich bei uns eingebürgert, dass die Mädels abwechselnd WERDER BREMEN rufen, wenn wir mit dem Auto am Weserstadion vorbeifahren. Ab und an fragen sie, ob sie auch mal mitkommen können. Na klar! Irgendwann mal…

Der Mann und ich stehen immer in der Ostkurve. Hier haben die Mädels sogar freien Eintritt bis zum 18. Geburtstag (weil wir Mitglieder bei Werder sind). Aber mit 4 Jahren in der Ostkurve stehen? Neee… 4 Sitzplätze sind uns zu teuer, um den Mädels das „Abenteuer Weserstadion“ mal näherzubringen. Man weiß ja nie, ob man nach 30 Minuten wegen akuter Langeweile das Stadion wieder verlassen muss.

Der Tag der Fans war für uns eine gute Gelegenheit, die Mädels auf Stadiontauglichkeit zu testen. Der Tag der Fans an sich jetzt nicht…  Aber das Spiel Werder gegen Valencia, das am Abend stattfand. Für Kinder kostete eine Eintrittskarte nur 5 €. Das ist ok.

Für die Mädels sollte es für den Einstieg ein ganz entspanntes Werderspiel werden. Es ging um nix. Alle Fans sind gelassen und es ist nicht sooo laut im Stadion.

Mädels! Zückt eure Werder Schals! Los geht´s ins Weserstadion!

Die Mädels waren zu Hause ganz aufgeregt und suchten wie verrückt ihre Werderschals. Jaahaaa! Die haben sie schon. Selbst gestrickte. Zur Geburt geschenkt bekommen. Ich sag ja: Fußballerische Früherziehung. 🙂

Gegen 16.30 Uhr machten wir uns zu Fuß auf in Richtung Weserstadion. Alles war wie immer. Bier wird am Osterdeich getrunken und verkauft. Tickets werden gesucht und weiterverkauft.

Wir wollten eigentlich beim Tag der Fans noch eine Kleinigkeit essen und trinken und die Mädels evtl. kurz auf die Hüpfburg schicken. Aber! Was war da denn los? Ne! Zu viele Menschen. Wir sind umgedreht und schonmal ins Stadion gegangen. Taschenkontrolle. Abtasten. Alles wie immer. Für den Mann und mich. Die Mädels haben gespannt beobachtet.Mit Kindern das erste Mal im Bremer Weserstadion Lange Schlangen an den Aufladestationen für die Bezahlkarte. Alles wie immer. Wann kriegt Werder das denn überhaupt mal in den Griff. Jeeeedes Mal ist eine Schlange bis nach Meppen, wenn man seine Karte aufladen muss.

Der Mann. Ist ein Fuchs. Dachten wir jedenfalls. Er hat seine Bezahlkarte zu Hause fix online aufgeladen. Haha! Dachte ich noch, als ich mir die Schlangen anschaute, vorbeiging und Bier für die Erwachsenen und Brezeln für die Kinder kaufte. „Jetzt sind noch 90 Cent drauf“ sagte mir der nette Brezelverkäufer. Neeeneee. Kann nicht sein. Der Mann hat zu Hause 50 € raufgeballert. Doch. Nein. Doch. Schiette.

Mit Kindern das erste Mal im Bremer WeserstadionUm es kurzzufassen: Nach einigem Hin- und Hergelaufe und Angestehe, hat der Mann rausgefunden, dass man sich trotzdem in die Aufladeschlange stellen muss, damit das zu Hause draufgebuchte Guthaben freigeschaltet werden kann. Hä? Das macht keinen Sinn…

Fragen über Fragen

Aber zurück zu den Mädels und ihrem ersten Stadionbesuch. Als wir unsere Plätze an der Ecke der Nordtribüne in Block 18 eingenommen haben, waren die Mädels erstmal mit Staunen beschäftigt. Danach kamen viele Fragen.

  • Warum sind denn noch überall Plätze frei?
  • Was sind das für Striche auf dem Rasen?
  • Wie kommen die da drauf?
  • Wer ist das auf dem Becher?
  • Können wir eine Wurst essen?
  • Kaufst du uns ein Eis?
  • Wann geht´s endlich los?

Nach einer halben Stunde Wartezeit, die wir mit Brezelessen und Fragen beantworten ganz gut überbrückt haben, ging das Spiel los. Werder spielte zuerst auf das Tor, das vor unserer Nase war. Wir konnten gut gucken – nur schade, dass kein Tor auf dieser Seite fiel…

Mit Kindern das erste Mal im Bremer Weserstadion
T. fand alles ganz spannend. Hat mich zu Spielern und Spielregeln ausgefragt. F. hatte nach einer Viertelstunde schon genug. Es war ihr zu laut. Und zu langweilig.

Eine bunte Tüte sollte helfen. Zum Glück war bis dahin auch endlich unser Guthaben auf der Bezahlkarte.

Dann kam eine La Ola Welle angerauscht. Die Mädels kriegten volles Programm geboten. Da war F. auch wieder top gelaunt und wellte fleissig mit.

Werder hat das Spiel verloren. Aber das war uns eigentlich wurscht. Immerhin konnten wir uns über ein Tor freuen und einmal jubeln.

Es war schön, die Mädels mal mit ins Stadion zu nehmen und ihnen alles zu zeigen. Aber für ein „richtiges“ Werderspiel mit allem Zipp und Zapp warten wir noch ein paar Jahre. Dafür sind sie noch zu lütt und das Spiel zu lang. Vielleicht gehen wir aber im nächsten Jahr wieder zum Tag der Fans zusammen ins Stadion – denn die Stimmung war herrlich entspannt und für Familien mit (kleinen) Kindern genau gut so.

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