Die „Steintor Presse“ in Bremen [mit Gewinnspiel]

Steintorpresse Bremen

Die Bremer unter euch haben vielleicht schon was von der Steintor Presse gehört. Allen anderen stelle ich sie heute vor!

Steintorpresse Bremen
Die Steintor Presse gehört zum Medienhaven. Diese Firma gibt es schon seit über 25 Jahren. Seitdem drucken sie und drucken und drucken. Zeitschriften, Plakate, Prospekte. Alles digital. Digital ist sehr viel möglich, aber besondere (Einladungs-)Karten zum Beispiel lassen sich auf diese Art und Weise nicht herstellen.

Deswegen hatte der Inhaber Peer Rüdiger schon immer den Wunsch nach alten, analogen Maschinen. Solche Maschinen, mit denen er vor vielen Jahren Buchdruck gelernt hat. Im Sommer 2015 nahm dieser Wunsch Formen an und es entstand im Atrium im Bremer Viertel (Vor dem Steintor 34) die Steintor Presse.

Steintorpresse Bremen Steintorpresse Bremen
Wenn man die Steintor Presse betritt, fällt einem als erstes eine kleine Druckmaschine ins Auge. Die ist aber nicht in Betrieb und dient momentan nur zur Dekoration. In dem Laden kann man kleinere Artikel, wie zum Beispiel Postkarten oder Tassen mit Aufdruck, kaufen. Der Laden ist aber noch im Aufbau. Es gibt schon ein paar Dinge zu kaufen. Nach und nach wird hier aufgestockt und pünklich zu Weihnachten soll hier ein pickepacke voller Laden entstanden sein. In dem bekommt ihr dann außer Postkarten auch Taschenbücher und andere Dinge, die in der Steintor Presse entstanden sind. Es lohnt sich also, hier immer mal wieder vorbeizuschauen.

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Im Nebenraum stehen die alten Maschinen. Vier an der Zahl. Zum Prägen, Rillen, Stanzen, und natürlich auch zum Drucken. Die älteste Maschine ist aus dem Jahr 1890. Jo. Das ist alt. Aber sie funktioniert wie ´ne Eins. Eine andere Maschine druckt mit Fußantrieb. Letterpress ist auch sportlich. Während man ein Blatt Papier reinlegt und dann wieder bedruckt rausnimmt und zur Seite legt, um dann sofort ein neues Blatt Papier einzulegen, bleibt der Fuß auf dem Pedal in Betrieb, um die Maschine am Laufen zu halten. Beeindruckend.

Steintorpresse Bremen

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Peer hat sich viel Zeit für mich genommen und mir einige Beispiele gezeigt, was mit Letterpress alles möglich ist. Total toll! Alles sieht so richtig schön selbstgemacht aus. Ich mag das sehr. Man kann sich zum Beispiel ganz besondere Karten erstellen. Sei es als Einladungs-, Glückwunsch- oder Werbekarte. Mit Elementen zum Auslösen und Aufstellen oder mit Farbverlauf. Farbverlauf nennt der Fachmann Irisdruck. Auch so eine Sache, die digital nicht möglich ist. Das geht nur mit Letterpress.

Steintorpresse Bremen
Viele Möglichkeiten mit Letterpress

Visitenkarten, Faltschachteln, bedruckte Papiertüten, kleinere Taschenbücher und Etiketten gehören zum Alltag der Steintor Presse. „Generell kann man alles bedrucken“ hat Peer mir erzählt. Deswegen gibt es in seinem Laden auch einen kleinen Tisch zu kaufen, der mit einer Straßenkarte aus dem Bremer Viertel bedruckt ist. Auch hier kann natürlich genau nach Wunsch des Kunden gearbeitet werden und man kann „seine Straße“ auf der Mitte des Tisches haben.

Ich habe gemerkt, dass die Mitarbeiter der Steintor Presse viel Freunde an ihrem Job haben. Sie haben großen Spaß, mit den alten Maschinen zu arbeiten und vieles ausprobieren können und auch müssen. Sie stehen mit jedem einzelnen Kunden in engem Kontakt. Denn bevor ein Auftrag tatsächlich gedruckt wird, muss vieles abgeklärt und besprochen werden. Schließlich wird alles von Hand erarbeitet. Sei es „nur“ die Farbe des Drucks. Die muss manuell gemischt werden. Ein bisschen wie Tuschkastenfarben mischen. 😉 Solange, bis es die gewünschte Farbe ergibt. So eine (auf den ersten Blick) simple Sache wie Papier auswählen, kann ganz schön schwierig werden. Hartes, Weiches, Lautes, Leises, Glattes, Raues,… Es kann vor dem Druck gefühlt und gerochen werden was das Zeug hält. Der Kunde hat die große Auswahl. Das Endergebnis ist immer ein ganz individuelles Produkt. Die Steintor Presse kooperiert viel mit anderen Firmen und Grafikern, auch aus anderen Städten, um besondere Wünsche von Kunden umsetzen zu können.

Im Letterpress hat man eigentlich alle kreativen Freiheiten und Möglichkeiten. Aaaaber: Die Buchstaben. Die Lettern waren und sind eine endliche Masse.

Steintorpresse Bremen
Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Buchstaben. Hast du nur 4 E´s in deinem Regal, kannst du keinen Satz schreiben, in dem 5 E´s vorkommen. „Aber gerade das macht es besonders und man arbeitet immer bedacht“ sagt Peer.

Schaudrucken in der Steintor Presse

Wenn ihr mögt, könnt ihr euch die Arbeit in der Steintor Presse selber mal ankieken. Es findet nämlich regelmäßig ein Schaudrucken statt. Die Termine für das Schaudrucken werden immer auf der Facebook Seite der Steintorpresse bekannt gegeben. Dann könnt ihr die alten Maschinen in Aktion begutachten und die netten Menschen der Steintor Presse kennenlernen.

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Vielleicht seht ihr dann auch, wie die bunten Postkarten bedruckt werden. Naja.. die Postkarten sind genau genommen nicht bunt. Aber die Schrift darauf. Bunt und witzig. Bremer Sprüche wie z.B. „Um´n Pudding“ stehen darauf. Der Bestseller ist „Komm inne Puschen!“.

Bremische Postkarten zu gewinnen

In das 14-teilige Postkarten-Set mit den Bremer Sprüchen habe ich mich echt verguckt. Die finde ich ganz fantastisch und habe deswegen noch ein Paket in petto, um dieses hier und jetzt zu verlosen. Tataaaa! Obendrauf gibt es sogar noch eine kleine Tüte bremischer Geschenkanhänger. Wenn das nix ist.


Habt ihr Ideen, welche Bremer Sprüche und Worte auf den übrigen Postkarten stehen könnten?

Schreibt mir bis zum 16. Juni 2016 – 22.00 Uhr hier oder bei facebook in die Kommentare, was euch dazu einfällt! Unter allen Kommentaren lose ich dann den Gewinner aus. Viel Glück! 🙂

13 Kommentare

  1. Die ersten Bremer Wörter, die ich kennen- und liebengelernt habe: umzu (drumherum) und Feudel (für Wischlappen)

  2. Cooler Beitrag!So einem Schaudrucken muss ich auch unbedingt mal beiwohnen.Hoffentlich ist bei den Karten eine mit *Frostködel* dabei!
    Da bin ich nämlich einer 🙂 Immer kalte Füsse…;)) Vielleicht hab ich ja Glück und gewinne 🙂 lg

  3. Hey Jessica, cool. Die Postkarten kannte ich noch nicht. 🙂 Ich möchte Peer auch mal besuchen und freu mich auf die Produktpalette. Bis dahin fehlt mir „(Na) Denn man tau“ – original bremisch und alternativ für Aufi geht’s oder Toi, Toi, Toi.
    „Gehbierchen?“ wäre auch nicht verkehrt 😉
    Liebe Grüße, Janina

  4. Ein interessanter Artikel und eine tolle Verlosung 🙂 über die Postkarten würde ich mich sehr freuen.
    Meine Oma war eine Ur-Bremerin und somit bin ich mit diesem, recht speziellen, Dialekt aufgewachsen.
    Was mir spontan einfällt: „hast mal wieder geplört?“ „’n büsch’n mehr noch“ „der lütsche“ „das backt (klebt)“ „nech?“ „Bonschen“

  5. Wie wäre es mit „krischa!“ (du bekommst es ja!“?

    grüße aus dem Exil im Süden…

  6. Vielleicht: Guck nich so bedröppelt“ oder „Bin schon ganz duhn“ Fällt mir da ein. Auch „Ausklamüsern“ oder „rumfriemeln“ ist glaube ich typisch bremerisch, oder? Und meine Oma sagte damals immer“Benimm dich, sonst gibts was aufn Mors“ Außerdem war ich immer „n Paddelchen“ für sie.. ok, mehr fällt mir leider jetzt nicht ein 😀

  7. Also ich fände „FISCHKOPP“ noch ganz passend… oder was mit Werder „GRÜNWEISS“… oder das typische Zeichen fürs Viertel „1/4“ … da würden mir noch viele tolle Sachen einfallen 😀 döspaddel, oderso 😉 hihi

    Liebe Grüße
    Mary

  8. Ich liebe „dascha“ „muscha“ „ischa“ und ganz besonders „Tünkram“ und zur Steintor Presse will ich auch schon gaaaanz lange mal vorbei?

  9. Toller Beitrag, liebe Jessica! Da bekomme ich richtig Lust, die Druckerei mal zu besuchen. Gewinnen kann ich hier nix, weil ich als Neu-Bremerin (erst 15 Jahre hier) nur „Ich versteh nur Bahnhof“ beitragen könnte. Und das ist ja nun kein Bremer Spruch. Lustig finde ich Wörter wie „drinne“, die meine Kids benutzen und für Hochdeutsch halten. Dialekte sind was Feines. Wie alte Druckmaschinen. Vom Aussterben bedroht, aber erhaltenswert. 😉

    • Freu mich, dass ihr alle am Gewinnspiel teilgenommen habt! Es sind gute Ideen für die Postkarten dabei 🙂 Ich lose heute Abend den Gewinner aus und schicke diesem eine eMail.

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