Das Bremer Loch

Bremer Loch

Damit meine ich nicht das Bremer Haushaltsloch, das ja bekanntlich immer größer wird. Nein. Ich meine das Bremer Loch am Randes des Marktplatzes. Ganz unscheinbar vor der Bürgerschaft ist es zu finden. Und dass auch nur, wenn man genauer hinschaut. Denn auf den ersten Blick sieht es aus wie ein normaler Gullideckel. Aber das Bremer Loch ist ein besonderer Gullideckel. Ein Gullideckel mit der plattdeutschen Aufschrift „Kreih nich, jaul nich, knurr nich, segg i-aa, doh wat in’t Bremer Loch“. Auf hochdeutsch übersetzt: „Kräh‘ nicht, jaule nicht, knurre nicht, sage ja, tu was ins Bremer Loch“. Damit wird… wie ihr bestimmt schon erkannt habt… auf die Bremer Stadtmusikanten angespielt.

Bremer LochDas Bremer Loch gibt es seit 2007 und ist eine unterirdische Spendenbüchse der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe. Auf deren Internetseite kann man aber auch online etwas spenden. Der besagte Gullideckel hat in der Mitte einen kleinen Schlitz, in den man Geld reinstecken kann und soll. Nach Geldeinwurf erklingen abwechselnd die Tiergeräusche der Stadtmusikanten. Als kleine Belohnung und Dank für seine Spende.

Bremer LochWir waren gestern in der Innenstadt unterwegs und haben spontan einen Stopp beim Bremer Loch gemacht um es unseren Kindern zu zeigen. Wir haben den Mädels ein paar Münzen gegeben, die sie dann hineinwerfen durften. Als erstes kam der Esellaut. „IiiiiAaaa!“ schallte es aus dem Gulli. Die Kinder haben sich etwas erschrocken und waren ziemlich verwundert. „Mama Esel drin!“ Aber schnell wurde es interessant und sie wollten mehr Geld haben. Dann wurden wir von einer kleinen Stadtführungs-Gruppe umzingelt, die sich diese Sehenswürdigkeit auch ansehen wollte. Die Touristen haben den Kindern noch mehr Kleingeld gegeben und wurden so auch zu einer kleinen Attraktion, weil sie sich so über die Geräusche gefreut haben, die aus der Erde kamen.

Bremer LochPro Jahr werden so rund 15 000 € gespendet. Mit diesem Geld unterstützt die Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe soziale Projekte in Bremen.

 

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