Bremer Sambakarneval 2016

Sambakarneval

Ich liiiebe Karneval. Ja. Ich weiß. Mit dieser Meinung bin ich hier im Norden in der Minderheit. Aber einmal im Jahr, da sind auch die Bremer jeck. Denn dann ist wieder Sambakarneval. Der größte dieser Art in Deutschland. Bremen. Diese Samba-Hochburg 😉

Die Mädels und ich haben uns bereits am Freitag karnevalistisch eingestimmt. Zum Kinder-Karneval haben wir es leider nicht geschafft. Aber zum „Lichtertreiben“ waren wir dabei. Und das war ganz fantastisch. Um 18 Uhr war es draußen dunkel und viele große Figuren auf Stelzen, Maskierte und andere beleuchtete Menschen trafen sich beim Paulskloster im Bremer Viertel. Als wir ankamen, war es schwierig einen Platz zu finden, wo auch die laufenden Meter Kinder gut gucken konnten. Deswegen haben wir uns in eine Nebenstraße verdrückt und hatten Glück, dass Stelzenläufer hier an uns vorbeigegangen sind. In den kleinen Straßen im Milchquartier* war die Stimmung sehr schön! Die Straßenlaternen waren geschmückt und die Häuser, Gärten und Balkone waren beleuchtet. Aus manchen Gärten ertönte Musik.

Sambakarneval
Einem Tochterkind waren die großen Figuren unheimlich. Sie war etwas ängstlich und traute sich nicht, näher ran zu gehen. Wollte aber auch nicht weiter weg gehen, weil sie den Schmetterling  so schön fand. Ein Teufelskreis. Aber wir haben dann einen guten Mittelweg und einen guten Platz in sicherer Entfernung gefunden, an dem wir die leuchtenden Figuren anschauen konnten. Für die Kinder war besonders spannend, dass sie ihre Farbe wechselten. Wie ich (leider zu spät) herausfand, war das ganze gar kein Umzug, wie ich dachte. Stattdessen waren an vielen Ecken im Viertel mehrere leuchtende Figuren verteilt. Ein schöner bunter Abend!

Sambakarneval Sambakarneval
* Bei der Gelegenheit habe ich mich gefragt, warum das Milchquartier eigentlich Milchquartier heißt. Wikipedia hat mir erklärt, dass ein Milchladen, den es früher an Stelle des heutigen Kinderladens Am Paulskloster gab, Namensgeber ist. Aha!

Am Samstag Mittag haben der Mann, die Mädels und ich uns rote Nasen und Schnurrhaare ins Gesicht gemalt und uns auf die Socken Richtung Ostertorsteinweg gemacht. Hier ist der große Sambakarneval-Umzug vom Marktplatz aus langgezogen. Es regnete leider in Strömen. Richtiges Bremer Schiettwetter. Aber egal. Gummistiefel, Regenschirm und Regenkleidung angezogen und los ging´s.

Den Anfang des Umzugs machten die leuchtenden Stelzenläufer, die wir auch gestern Abend schon gesehen haben. Die Freude der Mädels war groß, dass der Schmetterling wieder da ist.

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Viele Menschen haben sich wohl vom Wetter abschrecken lassen. Es war die letzten Jahre voller auf den Straßen. Aber gut für uns. Wir standen nämlich direkt an der Straße und konnten so super gucken. Die Kinder konnten auch alle Stelzenläufer und die anderen verkleideten Menschen ganz aus der Nähe betrachten. Was ihnen besonders bei maskierten Karnevalisten ziemlich unheimlich war. Da halfen selbst Bestechungs-Bonschen nix 😉

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Die vielen Trommler fanden sie dagegen toll und wippen im Takt zur Musik. Das half auch gegen kalte Füße.

Der Umzug war gegen 14 Uhr vorbei und wir schlenderten zurück Richtung Butze.
Nass.
Aber tanzend.

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